TEXTE

Meine Texte entstehen oft aus gegebenem Anlass und speziell auf einen Verstorbenen hin geschrieben. Angehörige können auch gerne kurzfristig darum bitten.
Sie können unter Namensnennung (nicht kommerziell) gerne verwendet werden.

Immer wieder neue Texte finden Sie auch auf der Facebookseite TROST IN DER TRAUER


Nur ein Land

Vielleicht gibt es gar keine zwei Welten
eine für die Lebenden und eine für die Verstorbenen.
Vielleicht gibt es für Gott nur ein Land
wo alle wohnen,
manche sichtbar für unsere Augen,
andere sichtbar nur für ihn.

Dann könnten wir sicher sein,
dass unsere Gespräche mit ihnen gehört werden.
und wir könnten mehr vertrauen haben,
zu ihren leisen Stimmen tief in uns.

Und wenn es nur ein Land für alle gibt
dann reicht es von Zentrum unseres Herzens
bis ans Ende der Sterne.


Advent unter Tränen

Wie soll ich diesen Advent ertragen,
nachdem Dein Platz im Haus so leer scheint.
Wie kann ich die Ohren schließen
vor der lauten Musik
in den Geschäften und am Markt,
damit ich Dein Flüstern hören kann.
Was mach ich mit meiner Liebe,
wenn ich sie nicht in Geschenke
für Dich verpacken kann
und die vertrauten Speisen
am Tisch bleiben, unberührt,
weil sie so bitter schmecken.

Ich suche mir für jeden Tag
einen Menschen
um Dich in ihm besonders zu ehren.
Ich suche mir für jeden Tag ein Kind,
das meine Liebe dringend braucht.

Ich suche mir für jeden Tag einen Baum,
der mich tröstet mit der Gewissheit,
dass es einen Frühling geben wird.

Und in der Mitte der heiligsten Nacht
wird mein Herz leer sein vom tiefsten Schmerz
und voll sein mit Dankbarkeit.

Ich werde feiern,
unter Tränen,
mit Dir und allen,
die mich diese Tage begleitet haben,
tief verbunden in der Seele.

Ich werde das Licht der Heiligen Nacht feiern,
das ich noch nie so sehr gebraucht habe,
wie in dieser dunkelsten Zeit.



TIEF WIE DER OZEAN

Groß wie das All
war meine Hoffnung
bei meinem ersten Schritt
in dieser Welt,
dass die Wege meines Lebens
weit und leicht sein werden.

Tief wie ein Ozean
war meine Trauer
bei meinem letzten Schritt,
der mich aus dieser Welt
in eine andere führen sollte,
weil der Weg
immer steiler geworden ist.

Trauer,
dass ich nicht mehr lieben konnte,
nicht mehr leben wollte
und mein Herz so voll Sehnsucht
nach etwas Neuem war.

Jetzt wächst in mir
wieder die Hoffnung,
dass ich nun Eure Wege
in neuer Weise begleiten kann
und mit neuer Liebe.

Ganz nah,
gleich hinter der Mauer des Schmerzes
werde ich warten,
bis Ihr mir die Erlaubnis dazu
geben könnt.


Leicht wie eine Feder

Leicht wie eine Feder
sollten wir unser Leben
in den Händen halten

Jederzeit bereit
es frei zu lassen
in die Weite des Himmels.

Was wir dort
als Erstes tun könnten?

Alle Sterne zählen
im Meer der Liebe
nach unseren Tropfen
suchen

Engel auf ihrem Weg begleiten
und Bäumen und Blumen
beim Wachsen helfen
in den selben Himmel.


Texte auf dieser Seite und jene, die öfter aktuell auf der Facebookseite veröffentlicht werden, können gegen Namensnennung gerne unter

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